PORTA ALPINAE -Öffne die Tür für eine andere Welt-. Eine Kunstaktion.
Eine Pforteauf einem steinigen Gebirgsweg. Sie symbolisiert einen Übergang. Den, in eine andere Welt. Ein bewusster Schritt in eine metaphysische -eigene- Welt.
Diese Tür zu durchschreiten, kann uns in ein anderes Bewusstsein führen, eine Reflektion ins Innere, in eine Achtsamkeit für die Natur und für uns selbst. Dieses "Sich-Besinnen" will der Künstler durch eine Umkehrung des Gewohnten erzwingen. Die Negation, das Unmögliche, das offensichtlich sinnlose als Vehikel, das den Wandel ermöglicht.
ALPINIEN greift diese Idee auf und erweitert sie durch eine Metapher des Grenzenlosen in räumlicher
und philosophischer Hinsicht; das Projekt soll mit seiner Intention den Alpenraum erobern. Es ist ein philosophisches, vielleicht spirituelles, aber doch bodenständiges und ökologisch modernes Kunstprojekt. Die hölzernen Pforten werden zum Teil der Landschaft. Die Balken werden von Helfern und vom Künstler selbst mit reiner Körperkraft zum Ort gebracht. Interaktionen zwischen den Besuchern, Hüttenwirten, Bergbahnbetreibern und dem Künstler sind ein Teil des Konzepts.
Das Projekt wird durch Projektzeichnungen von Guenter Rauch künstlerisch begleitet.
Exposé zur Porta Alpinae
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Zillertal
Die Kasseler-Hütte steht hoch über dem Stillup-Tal auf 2.177 Metern Meereshöhe. Hüttenwirt Martin Gamper ist von PORTA ALPINAE überzeugt und lud zur Eröffnung am 13. Juli 09 zahlreiche Gäste aus dem Tal ein, darunter ÖAV-Obmann Paul Steger und die Geschäftsleitung des Zillertal-Naturparks mit Nina Östereich und Matthias Danninger. Die Zillertaler zeigten sich von der Idee der PORTA ALPINAE beeindruckt, weil sie mit der gleichen Intention auf die Besucher einwirkt, wie die Idee des Naturparks. Weil die Pforte direkt auf dem Weg errichtet ist, und auch tatsächlich von jedem Bergsteiger geöffnet werden muss, vertritt sie in besonderem Maße den Gedanken -Öffne die Tür für eine andere Welt-. Martin Gamper hat diesen Gedanken zu seinem Eigenen gemacht, die Pforte unterhalb des Hohen Löffler ist sein Werk und sein Verdienst, ebenso wie die Versuchspforte in Oberstdorf.

Lechtal
Die Frederic Simmshütte im Lechtal, Talort Stockach, wird von Claudia und Markus Karlinger bewirtschaftet. Vor 12 Jahren war Guenter Rauch erstmals auf der Hütte, seitdem hat sich eine enge und immer wieder tolle Freundschaft entwickelt. Markus war der Erste, der sich für das Projekt begeisterte. Im Mai stellten wir probeweise eine PORTA ALPINAE auf den Weg, das war hart an der Schneegrenze. Rundum lag noch meterhoch der Schnee, aber die improvisierte PORTA ALPINAE machte schon mächtig Eindruck. Die "Richtige" wurde dann am 4. Juli installiert. Tatkräfig dabei waren neben Markus und Guenter auch Alex Hartmann, Theresia Prestel, vor allem aber der Allrounder und Kraftmensch Jens Roscher, später kam noch Ritschie Richter dazu. Das besondere an dieser Pforte ist der Steinkreis, den wir als Schutz vor interessierten Kühen gebaut haben, aber natürlich auch als Abwehr gegen böse Geister. Foto: Sibylle Greissl-Hertrich

Rappensee
Von der Rappenseehütte führt der Pfad über die Große Steinscharte zum Heilbronner Weg. Die Pforte steht auf über 2.200 m Meereshöhe mit wunderbaren Blick auf die Rappenssehütte und den Rappensee, hinüber zur Mindelheimer Hütte und bergaufwärts zum Hohen Licht. Die Installtation war am 11. Juli 09. Für Bergfreunde und Chronisten: Es war ein hundsgemeines Sauwetter mit Regen und Graupelschauer und klammen Fingern. Aufstellung durch Jens Roscher, Martin Köhler, Ritschie Richter, Theresia Prestel und Guenter Rauch. Das Türblatt, die Balken und das Abspannmaterial wurden von der Rappenseehütte 200 m höher zum Standort getragen.

Hörnerbahn Bolsterlang
Am 16. Juli 2009 wurde die Pforte an der Hörnerbahn installiert. Standort unweit der Gipfelstation mit einem wunderbaren Blick ins Illertal und über Sonthofen. Cornelia Leicht von der Hörnerbahn war von der Idee begeistert. Die Umsetzung erfolgt dann durch Toni Berwanger, der auch die Aufstellung übernahm. Vom Standort Bergstation aus sieht man auch zum Grünten und zum Nebelhorn, wo ebenfalls PORTA ALPINAEs aufgebaut sind.

Aggenstein
Einen der schönsten Standplätze nimmt die Pforte in der Nähe der Bad Kissinger Hütte am Aggenstein, Tannheimertal, in Anspruch. Die Pforte steht auf einem Felsköpfle unweit der Hütte, direkt neben dem Weg, der an der Scharte ein Stück weiter unter die Wanderer aus Pfornten, die vom Brentenjoch, und die aus Grän im Tannheimer-Tal aufsammelt. Die tollen Fotos verdanken wir Hüttenwirt Dietmar Köhlbichler, der sich zusammen mit Andrea Walch liebevoll um die PORTA ALPINAE kümmert. Die Pforte ist rot bemalt, ein originaler Begrüßungsschal eines nepalesischen Freundes flattert im Wind. Die Sicht reicht von hier bis weit über den Forggensee in die oberbayerischen Berge, auf der anderen Seite in die Tannheimer und die Allgäuer Berge bis ins flache Land Richtung Kempten. Dass die PORTA ALPINAE hier an der europäischen Via Alpina liegt, ist ein Zufall!?

Grünten
Nahe der Grüntenhütte auf 1.477 m steht die PORTA ALPINAE mit einem weiten Rundumblick, der vom Illertal mit Kempten über die Ostallgäuer Berge zum Allgäuer Hauptkamm und dann zur Nagelfluhkette reicht. An manchen Tagen kann man weit im Westen der Bodensee glitzern sehen. Am Grünten bauten Daniel und Guenter Rauch im Februar 2009 die Schneeskulptur -Der Winter hat viele Gesichter-, die auch zum Auslöser der Sommeraktion PORTA ALPINAE wurde. Hüttenwirt Norbert Zeberle ist für kreative Aktionen immer zu haben, deshalb wird die Grüntenhütte auch im Winter 09/10 zum Standplatz der winterlichen PORTA INFERNO.
Grüntenhütte

Nebelhorn Höfatsblick
Der Zeigersattel unweit der Station Höfatsblick der Nebelhornbahn ist wohl einer der spektakulärsten Aussichtspunkte im Allgäu. Der grandiose Blick durch die Pforte zur Höfats ist seit langem eines der spektaktulärsten Motive des abstrakten Bergmalers Guenter Rauch und der Grund, weshalb die Pforte genau hier installiert werden musste. Die Pforte, am 13. Aug. mit tatkräfiger Hilfe der Nebelhornbahn installiert, wurde Tage später von Vandalen zerstört. Kurz vor der offiziellen Eröffnung, die mit Obertsdorfs Bgm. Meßenzehl, Nebelhornbahn Vorstand Schöttl, Marketingchef Jörn Homburg und zahlreichen Gästen bei wunderbarem Wetter stattfand, wurde die PORTA ALPINAE komplett wieder aufgebaut..Das Interesse der Medien und des regionalen Fernsehsenders TV-Allgäu war nicht nur Anerkennung, sondern auch Ansporn für noch mehr Engagement.

Laufbach
Schorsch Burkhart, Sigishofen, war schon beim Kunstweg durch die Starzlachklamm ein unersetzbarer, begeisterter Helfer. Er hatte die Idee. Eine Pforte unterhalb des berühmten Laufbacher Ecks, quasi als zweite Station nach der PORTA auf dem Nebelhorn-Zeigersattel, wo dieser Weg beginnt. Dort steht sie jetzt, von Schorsch, Walther Gross, Guenter Rauch und Inge Mildenberger auf gut über 2000 m unter die aufragende Schneck Ostwand getragen. Das waren harte 800 Höhenmeter auf dem steilen Weg; mit 3 Balken, dem Türblatt und dem Abspannmaterial! Unverständlich, dass das Türblatt von Idioten zertrümmert wurde. Höhe schützt vor Dummheit nicht. Die Pforte steht genau auf dem Weg vom Laufbacher Eck zum Prinz Luitpold Haus, wenige Höhenmeter unter dem Eck und zirka 200 Meter von der Biwakschachtel der Sonthofener Bergwacht entfernt.

Oberstdorf
Sie ist wahrscheinlich eine der meistbegangenen Pforten. Auf dem wunderbaren Aussichtsplatz ist sie nur wenige Gehminuten hinter Oberstdorf mit Blick auf den Kratzer und die Obersdorfer Bergwelt für jeden erreichbar. Und: Sie war die Erste. Spaziergänger finden Sie auf dem Weg, wo der Hohenadelweg vom Trettachtal zum Oytal abbiegt, hier jedoch scharf links in Richtung der Schattenbergschanzen. Ihre Installation auf dem Grundstück der Gampers sorgte auch in den Allgäuer Medien für Bewegung. Ein gelungerner Bericht und besondere Fotos von Arno Pürschel sind im "Das Schöne Allgäu", Ausgabe Oktober 09 zu sehen. Unser Dank gilt Monika und Martin Gamper, die sich auch sehr für die PORTA ALPINAE bei ihrer Kasseler-Hütte im Zillertal engagiert haben.

Stilfsteralm, Vinschgau Südtirol
Die Pforte bei der Stilfseralm auf über 2000 m Höhe war die letzte der Saison. Daniel und Guenter Rauch bauten sie gemeinsam am letzten Almtag von Daniel, dem 21. September, auf. Erst nach diesem anstrengenden Almsommer als Senn und Verantwortlicher für den Käs´ fand Daniel die Zeit, seiner künstlerischen Neigung nachzugehen und seinem Vater zur zehnten PORTA ALPINAE zur verhelfen. Die Pforte ist original; im früheren Leben tat sich gute Dienste als Stalltüre, deshalb gibt sie bei ihrer Reinkarnation als PORTA ALPINAE ein besonders gutes Bild ab. Der Ortler ist auf diesem Foto nicht zu sehen, aber er war Daniel ein ständiger Begleiter während seiner 3-monatigen Arbeit auf der Alm.